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letzte Aktualisierung
dieser Seiten:
27.09.2005
7.3.
Lexikon - Bukowina
 

Die Bukowina (zu deutsch Buchenland) ist eine historische Landschaft in Südosteuropa. Die nördliche Hälfte gehört zur Ukraine und ist Teil des Tscherniwezka Oblast. Die südliche Hälfte um die Stadt Suceava gehört zu Rumänien. Östlich der Bukowina liegt die historische Landschaft Bessarabien, deren Hauptteil die Republik Moldawien bildet, nordwestlich davon Galizien.

Die Landschaft grenzt im Süden an die Karpaten, den Übergang nach Siebenbürgen bildet der aus dem Dracula-Roman bekannte Borgo-Pass. In den Karpaten entspringen die Flüsse Siret und Moldova, nach letzterem sind Landschaft und Fürstentum Moldau benannt. Im Norden geht das Land in die Ebene über und reicht bis an den Dnjestr. Auch der Prut, der östliche Grenzfluss Rumäniens, fließt durch die Bukowina.

Historische Hauptstadt ist Czernowitz. Das Herzogtum Bukowina hatte im Jahr 1900 10.041 km2 mit 730.000 Einwohner. Die Bevölkerung war sehr stark gemischt, wobei neben Ukrainern und Rumänen der Anteil der Juden vor allem im Gebiet um Czernowitz sehr bedeutend war. Sie waren auch die Träger deutscher Kulturüberlieferungen in diesem Landstrich. Ninon Hesse, geb. Ausländer wurde am 18. September 1895 als älteste Tochter des jüdischen Rechtsanwalts Dr. Jakob Ausländer in Czernowitz geboren. Sie war die dritte Ehefrau Hermann Hesses.

Im Mittelalter Teil des Fürstentums Moldau kam es mit diesem 1514 unter osmanische Herrschaft. 1776 wurde es von Österreich als Teil Galiziens verwaltet, ab 1849 war es ein selbständiges Kronland. Nach dem Ersten Weltkrieg kam es zur Gänze an Rumänien, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zwischen Rumänien und der Sowjetunion aufgeteilt. Die Juden wurden in den 40er Jahren größtenteils ermordet (siehe Transnistria).

Aus geographischen und historischen Gründen entstand in Bukowina eine multikulturelle, deutschsprachige Literatur. Czernowitz wurde ein Zentrum intensiven Handels- und Kulturaustausches zwischen den benachbarten Ländern. Der Mittelpunkt bildete die 1875 in Czernowitz gegründete Franz Joseph Universität. Der berühmteste Bukowiner Autor des späten nenzehnten Jahrhunderts war Karl Emil Franzos (1848-1904), der erste Herausgeber der Gesammelten Werke Georg Büchners (1813-1837). Nach dem ersten Weltkrieg, als die Bukowina Teil des rumänischen Königreiches wurde, sollte die deutschsprachige Kultur eine zweite, letzte Blüte erleben unter Alfred Margul-Sperber (1898-1967), Rose Ausländer (1901-1988), Alfred Kittner (1906-1991) sowie Paul Celan (1920-1970), um nur einige wenige, klingende Namen von Bukowiner Lyrikern deutsch-jüdischen Ursprungs zu nennen. Der wachsende Nationalismus setzte dem Prozess dieser jüdischen Akkulturation jedoch ein jähes Ende. Während dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten in Vernichtungslager deportiert. Heute spricht man aus diesem Grund von der Versunkenen Literaturlandschaft der Bukowina.



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