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letzte Aktualisierung
dieser Seiten:
27.09.2005
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Lexikon - Geschichte Rumäniens
 

Die Geschichte Rumäniens ist stark vom Einfluss der Römer geprägt, was sich auch im Namen Rumänien oder Romania ausdrückt. Die auf dem Gebiet des späteren Rumänien ansässigen Daker werden 106 n. Chr. durch Trajan in das Römische Reich eingegliedert und sprachlich sowie kulturell romanisiert. 271 wurden die römischen Truppen ans rechte Donauufer zurückgezogen. In den folgenden Jahrhunderten setzt sich unter byzantinischer Herrschaft das orthodoxe Christentum durch, was die Kultur und Mentalität der Rumänen bis heute prägt.

Inhaltsverzeichnis

Die rumänische Ethnogenese

Eine bis heute in der Wissenschaft und Politik umstrittene Frage ist, was in den Jahrhunderten nach 271 im vormals römischen Dakien passiert ist.

  • Nach der einen Anschauung wurden nicht nur die römischen Truppen abgezogen, sondern auch die Bevölkerung über die Donau etwa ins heutige Serbien evakuiert. Damit wäre der Boden des heutigen Rumäniens bis zur Einwanderung zunächst von Slawen, dann von Ungarn weit gehend unbesiedelt gewesen.
  • Nach der anderen Anschauung betraf der römische Rückzug nur die Armee sowie die staatliche Verwaltung; die restliche Bevölkerung blieb in Dakien.

Argumente zugunsten der ersten Hypothese:

  • Es leben keine Ortsnamen aus römischer Zeit ununterbrochen bis heute weiter.
  • Es gibt zahlreiche Übereinstimmungen in der sprachlichen Struktur zwischen dem Rumänischen und dem Albanischen. Diese erklären sich am leichtesten, wenn man von einer zeitweiligen direkten Nachbarschaft etwa im Gebiet Südserbien-Kosowo ausgeht.

Argumente zugunsten der zweiten Hypothese:

  • In den antiken Quellen ist nirgends von dem behaupteten völligen Rückzug die Rede.
  • Angesichts der weiten Verbreitung der rumänischen Sprache auf dem gesamten Balkan von Istrien (Istrorumänische Sprache bis nach Griechenland (Aromunische Sprache) ist vielleicht davon auszugehen, dass in der späten Antike und im frühen Mittelalter die "Urrumänen" das Leben von halbnomadischen Wanderhirten gepflegt haben, wie dies bei den Aromunen noch bis vor Kurzem der Fall war. So würde auch das Fehlen der Siedlungskontinuität erklärt.

Ein Politikum wurde aus der Frage durch den Zankapfel Siebenbürgen. Aus nahe liegenden politischen Gründen wurde die erste Hypothese hauptsächlich von ungarischen Forschern vertreten. Damit wäre nämlich der ungarische Anspruch auf Siebenbürgen sozusagen aus der Frühzeit bekräftigt worden. Umgekehrt vertraten alle rumänischen Forscher aus dem entgegen gesetzten Blickwinkel stets den zweiten Standpunkt.

Vom Hochmittelalter bis zur Unabhängigkeit

Die ersten staatlichen Gebilde der Rumänen sind seit dem 9.-10. Jahrhundert geschichtlich überliefert. Die in Siebenbürgen liegenden Länder werden im 11.-13. Jahrhundert von den Ungarn erobert und in ihr Reich eingegliedert. Diese holten deutsche Siedler ("Saxones") aus der Mosel-Rhein-Gegend, um die Grenzen zu sichern und das Land zu erschließen. 1541 wird Siebenbürgen ein unabhängiges Fürstentum unter türkischer Oberherrschaft. Von 1688 bis 1918 ist es Teil der ungarischen Hälfte des Habsburgischen Reiches.

Im Süden und Osten der Karpaten entstehen im 14. Jahrhundert die Fürstentümer Walachei und Moldau. Im 15. Jahrhundert gelangen auch sie unter osmanische Oberherrschaft, können jedoch im Gegensatz zu anderen Balkanstaaten eigenständige christliche Staaten bleiben.

um 1888
um 1888

Das unabhängige Rumänien

1859 wird Alexandru Ioan Cuza zum Fürsten der Walachei und der Moldau gewählt. Die volle Unabhängigkeit erringt Rumänien nach dem russisch-türkischen Krieg von 1877-1878, in dem Rumänien an der Seite Russlands gegen die türkische Herrschaft kämpft. Dabei verliert Rumänien Bessarabien an Russland. Das Land wird 1881 zum Königreich.

Nach dem 1. Weltkrieg, nach dem Zerfall des Habsburgerreiches, gehört Siebenbürgen zu Rumänien, die ungarische Minderheit der Szekler bleibt aber weiterhin stark. Bessarabien und Bukowina mit gehört ebenfalls zum Rumänischen Staatsgebiet. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts kommt es zu einer Stärkung rechtsgerichteter Gruppen, die 1940 in eine faschistische Diktatur unter General Ion Antonescu mündet. Antonescus "Eiserne Garde" (auch: "Legion des Erzengels Michael") verfolgt und ermordet Juden, Sinti und Roma. Rumänien nimmt an der Seite Deutschlands am zweiten Weltkrieg teil. Rumänische Truppen sind unter anderem bei der Operation Barbarossa, dem Überfall auf die Sowjetunion, und bei der Schlacht um Stalingrad beteiligt. 1944 wird Antonescu durch den früheren König Michael gestürzt und unterstützt jetzt die Alliierten gegen Nazideutschland.

Der Friedensvertrag von 1947 setzt die heutigen Grenzen Rumäniens fest. Zunehmender kommunistischer Einfluss lässt Rumänien 1947 zur Volksrepublik und später zur sozialistischen Republik Rumänien werden. Ab 1981 führte die unfähige und repressive Regierungsweise Nicolae Ceausescus verstärkt zur Verarmung der Bevölkerung; zahlreiche Dörfer sollen zu agro-industriellen Industrie-Komplexen zusammen gelegt werden; der Strom wird rationiert und sogar die Temperatur-Angaben in den Wetterberichten werden gefälscht. Bukarest wird mit einem Netz von Tunneln unterkellert, damit die Geheimpolizei "Securitate" jederzeit und überall Oppositionelle verfolgen kann. Ceausescu verordnet den Rumänen den Gebärzwang, um die Zahl seiner Untertanen zu vermehren; fünf Kinder je Familie sind Pflicht. Die kommunistische Führung richtet Kinderheime für behinderte Kinder oder solche von Not leidenden Eltern ein, deren Zustände an Kinder-GULAGs erinnern (siehe auch: Cighid). Der Volksaufstand und der Sturz der Diktatur Nicolae Ceausescus 1989 markieren die politische Wende. 1991 verabschiedet das rumänische Parlament eine rechtsstaatliche Verfassung.

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